Dynamische Tragfähigkeitsprüfungen

Qualitätssicherung, technische und wirtschaftliche Optimierung sind die Schlüssel in allen Phasen der modernen Bautätigkeit. Das schwächste Glied bestimmt bekanntlich die Stärke einer Kette. Dabei spielt die Gründung eines Bauvorhabens eine besondere Rolle, denn dort ist ein nach Fertigstellung des Bauvorhabens festgestellter Mangel nur mit sehr großem Aufwand korrigierbar.

Die Notwendigkeit einer rechtzeitig durchgeführten Qualitätskontrolle, die Aufschluss über das Tragverhalten und zusätzlich sogar noch über die Unversehrtheit des Pfahles gibt, ist somit unumgänglich.

Hier bietet sich die dynamische Messmethode, auch PDA-Messung oder Stoßwellenmessung genannt, an. Da diese Methode derart wirtschaftlich ist, dass eine größere Anzahl von Pfählen flächendeckend, den Variationen des Bodens angepaßt, schnell und ohne größere Behinderung des Bauablaufs ausgeführt werden kann, ist sie prädestiniert zur Prüfung nahezu aller Tiefgründungsverfahren. Zahlreiche Vergleiche mit der aufwendigen herkömmlichen statischen Messmethode haben gute Korrelationen ergeben. Darüber hinaus bietet die dynamische Messmethode ein Mehr an Informationen bei wesentlich geringeren Kosten. So kann u. a. ermittelt werden:

  1. Grenztragfähigkeit
  2. Lastverhalten
  3. Die Verteilung der Widerstände entlang des Pfahles
  4. Die Intaktheit (Integrität) des Pfahles
  5. Die Belastungen des Pfahlmaterials/Energieübertragung

Änderung des Tragverhaltens in Abhängigkeit der unterschiedlichen Gegebenheiten eines Bauvorhabens (Baugrundänderungen).

Letzteres lässt durch verhältnismäßig leichte Mehrfachprüfung an einem Bauvorhaben eine Eingrenzung bei Variation des Baugrundes zu und erhöht somit statistisch die Sicherheit der Gründung um ein Vielfaches.

Dynamische Messungen an Stahlpfählen, Stahlbetonfertigpfählen und Ortbetonpfählen werden mittels Dehnungsmesswert- und Beschleunigungsmesswertaufnehmer , die in einem Abstand des 1-2fachen Pfahlquerschnitts unterhalb des Pfahlkopfes montiert werden, vorgenommen.

Die Signale werden aufgezeichnet und gespeichert. Parallel werden, wie auch später bei der sorgfältigen Auswertung im Büro, die Signale von einem speziellen Rechner (PDA) nach "CASE" ausgewertet sowie ggf. der umfangreicheren Modellanalyse (CAPWAP) unterzogen.

Grundsätzliches

Der Pfahlbeton muß ausreichend hart sein, um der eingeleiteten Stoßenergie standzuhalten.
Für die Krafteinleitung wird eine Ramme o.ä. benötigt. Sofern diese nicht zur Verfügung steht, können wir eine Spezialfreifalleinrichtung stellen, die für das Prüfen vorzugsweise lotrechter Pfähle geeignet ist. Hierzu ist bauseitig ein Hebegerät (Autokran) zu stellen, der in der Lage ist, die ca. 8,5 t oder 12 t schwere Spezialfreifalleinrichtung über die Pfähle zu stellen und während der Messungen zu bedienen.

Alle vorliegenden Informationen bezüglich der Pfahlherstellung und der Baugrundbeschaffenheit sollten zu Beginn der Messungen zur Verfügung stehen.

Die Pfähle müssen in einem Abstand von ca. 1- 2 fachem Pfahldurchmesser von OK Pfahlkopf trocken erreichbar sein.

Bauseitige Vorbereitung bei Ortbetonpfählen

Die bauseitige Vorbereitung umfaßt im wesentlichen das zentrische Aufbetonieren im Solldurchmesser des Pfahles auf ca. 1 m oberhalb des Baugrundes mit Hilfe eines verlorenen Stahlrohres; betoniert in möglichst gleicher Betonqualität wie der Pfahl selbst. (In das Stahlrohr müssen nach unseren Anweisungen vorort zwei Fenster geschnitten werden)














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